Cackle – Rachel Harrison

Rachel Harrison ist Meisterin des cozy Horror, oder mildem Horror. Sie kreiert in ihren Büchern eine fesselnde Spannung und lässt mich beim Lesen immer wieder wundern, was nun wirklich passiert. Ihre weiblichen Hauptfiguren haben Raum zu wachsen und in ihren Abenteuern zu entfalten. In Cackle habe ich beim Lesen oft gefragt „Nein, wirklich?!“ und mich dann über die Entwicklung der Figuren gefreut. Zugegeben auch, weil die Hauptfigur zum Anfang sehr naiv ist. Leichter unterhaltsamer Horror mit einer Prise Frauenpower.
Leider gibt es die Bücher bisher nicht übersetzt. Als nächstes freue ich mich auf Sharp Teeth, wo es um eine Werwölfin geht. 🐺

Für mehr Hexen-Buchtipps guck mal bei @bellas_auslese vorbei. Sie veranstaltet den Hexen Lesemomat Mai 🧙🏼‍♀️📚#verhexterlesemai

Klappentext:
All her life, Annie has played it nice and safe. After being unceremoniously dumped by her longtime boyfriend, Annie seeks a fresh start. She accepts a teaching position that moves her from Manhattan to a small village upstate. She’s stunned by how perfect and picturesque the town is. The people are all friendly and warm. Her new apartment is dreamy too, minus the oddly persistent spider infestation. Then Annie meets Sophie. Beautiful, charming, magnetic Sophie, who takes a special interest in Annie, who wants to be her friend. More importantly, she wants Annie to stop apologizing and start living for herself. That’s how Sophie lives. Annie can’t help but gravitate toward the self-possessed Sophie, wanting to spend more and more time with her, despite the fact that the rest of the townsfolk seem…a little afraid of her. And like, okay. There are some things. Sophie’s appearance is uncanny and ageless, her mansion in the middle of the woods feels a little unearthly, and she does seem to wield a certain power…but she couldn’t be…could she?

Mehr zu Rachel Harrison

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Buchclubs-Double

Im Juni Buchclub treffen sich der Utopie Buchclub und der FLINTA*-Lesekreis der Feministischen Sommerakademie

Wir besprechen diesmal den utopisch-futuristischen Roman Ein Psalm für die wild Schweifenden von Becky Chambers.
Das Buch wurde 2023 ins deutsche übersetzt worden und im Original auf english erschienen.
Die Novelle (kurzer Roman unter 200 Seiten) ist eine kurzweilige Reise durch eine ferne Zukunft.

Es treffen Dex, ein Teemönch* und ein Roboter namens Helmling aufeinander. Eine Begegnung, die seit 1000 Jahren nicht stattgefunden hat. Seitdem die Roboter Bewußtsein erlangten und entschieden wurde, ihnen die eine Hälfte des Planten zu überlassen. Woraufhin sie sich dorthin zurückzogen und nicht mehr gesehen waren.
Chambers gelingt atmosphärische Orte zu erschaffen und uns auf eine ungewöhnliche Reise mitzunehmen.

Der Buchclub findet digital statt und ist offen für alle, die Lust haben, sich mit uns auszutauschen. Wenn du mitmachen möchtest, melde dich bitte per E-Mail an: info at nelolocke.de
Das Buch sollte wünschenswerterweise von den Teilnehmer*innen vorher gelesen werden, ist jedoch nicht zwingend.

Wir lieben das Lesen! Bücher, die Geschichten und von Schicksalen erzählen. Bücher, die steile oder auch leise Thesen aufstellen. Bücher als Einladung, gemeinsam zu schauen, zu fühlen, zu denken, zu verändern. Wir freuen uns auf euch!

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Was ist eigentlich ADHS ?

@systemisch.gedacht Hannah Schmidtpott und @slingaillustration haben zusammen dieses kleine feine Sachbuch zum Thema ADHS geschrieben.

Es liest sich gut, ist in verständliche Teile strukturiert und bietet einen guten Einstieg und Überblick. Mit 87 Seiten ist es kein super ausführliches Werk. Für tiefergehende persönliche Erfahrungen und Forschungshintergründe lohnt sich z.B. das Buch Kirmes im Kopf von @kirmesimkopf Angelina Boerger.
Doch für den ersten Kontakt und als Lektüre für grundlegende Infos finde ich es super. Ich kannte zwar vieles schon, aber ich befasse mich auch schon länger mit dem Thema.
Trotzdem habe ich 1-2 gute Ideen gefunden, die ich ausprobieren werde. Und freue mich, dass es das Buch gibt 🐌

Zu Slingas Shop
Klappentext:
Ein Sachbuch von und für Menschen mit dem klischeebehafteten Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom. In einfachen Worten erklärt die Therapeutin Hannah Schmidtpott von Grund auf, was es damit auf sich hat, wie es diagnostiziert wird und wie Betroffene damit leben und umgehen lernen können.
Das Thema ADHS ist noch immer mit hartnäckigen Vorurteilen besetzt. Haben das nicht nur Kinder? Ist der Junge einfach zappelig? Muss man immer sofort Medikamente nehmen? Das Buch räumt nicht nur mit den Klischees auf, sondern richtet sich auch ganz explizit an Betroffene. Es gibt einen Überblick über die psychologischen Grundlagen und alltäglichen Herausforderungen, macht aber auch Mut, gibt zahlreiche Hilfestellungen und fokussiert sich in seiner Gesamtgestaltung darauf, Menschen mit kurzer Aufmerksamkeitsspanne und/oder Lese-Rechtschreibschwäche den Zugang zu erleichtern.
Nicht nur das Kapitel über Beziehungen macht es aber auch zu einem perfekten Ratgeber für Partner*innen und Angehörige.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Bite back!

Bite back! Queere Prekarität, Klasse und unteilbare Solidarität -Lia Becker, Katharina Pühl, Atlanta Ina Beyer (Hg.)
Kategorie: Spannende Neuerscheinung

Klappentext:
Queere und trans* Stimmen fehlen in aktuellen linken Diskussionen über Klasse und Identität, in Diskussionen um Intersektionalität kommt „Klasse“ oft zu kurz.
Bite back! greift genau da ein. Eines der ersten deutschsprachigen Bücher, das trans* marxistische Perspektiven aufgreift.

Der Aufstieg der Rechten und die Vielfachkrisen des Kapitalismus bedrohen queere und trans*Leben. Die Grenzen liberaler Identitätspolitik werden immer deutlicher. Steigende Mieten, prekäre Jobs und Altersarmut, Rassismus, Sexismus und Trans*feindlichkeit sind für viele queere Menschen Alltag. Es ist Zeit zurückzubeißen – und zwar gemeinsam!

Wie können wir Solidarität in der Differenz entwickeln? Das Buch versammelt Beiträge zu einem herrschaftskritischen Verständnis von queer und trans sowie zu intersektionalen Perspektiven auf Klasse.

www.edition-assemblage.de/buecher/bite-back/

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Exit Gender – Hornscheidt & Oppenländer

Update und Einladung: die Buchbesprechung aus April ist in den Juni verschoben.
Wir treffen uns am Sonntag 30.6. um 19h digital. Schreib mir, wenn du dabei sein möchtest.
Im Utopien Buchclub besprechen wir dann das Buch Exit Gender von Lann Hornscheidt & Lio Oppenländer aus dem @wortenundmeer Verlag.

Im Untertitel zum Buch heißt es „Gender loslassen und strukturelle Gewalt benennen: eigene Wahrnehmung und soziale Realität verändern.“
Das Buch wurde schon 2019 veröffentlicht und meiner Wahrnehmung nach, wurde es noch zu wenig diskutiert. Deshalb ist es mein Sachbuch für das zweite Quartal im Buchclub Utopien.
Ich habe mega Lust, mit mehr Leuten darüber zu diskutieren.
Und ich wünsche mir, dass das neutrale Pronomen „ens“ bekannter wird 😀

Hier zur Info noch der Klappentext:
Wie ist es möglich, das eigene Sein von der Gewalt, die Gender ist, zu befreien? Wenn Gender wegfällt – was bleibt dann? Wie sieht eine Welt ohne Einteilungen in Damen- und Herren-Umkleiden aus, ohne gegenderte Anreden, ohne „weibliche Eigenschaften“ und „männliche Stärke“? Exit Gender vermittelt mit konkreten sprachlichen Beispielen, literarischen Utopien und inspirierenden Einzel- und Gruppenübungen Möglichkeiten, um aus Genderlogiken auszusteigen.

Und der Link zum Buch: wortenundmeer.net/product/lann-hornscheidt-lio-oppenlaender-exit-gender

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Nächste Buchclubtermine

Aktuell taucht das Thema „Utopien“ gefühlt überall auf. Die Welt um uns herum wird immer düsterer, dass hat in den vergangenen Jahren nicht nachgelassen.
Es gibt keine schnellen oder leichten Lösungen und die diejenigen von uns, die den PopulistInnen nicht die Bühne überlassen wollen, überlegen emsig, wie wir unsere Gegenvisionen lauter oder sichtbarer entgegen halten können.
So geht es mir zumindest.
Und das schlägt sich auch auf meine Auswahl auf Büchern nieder. Ich habe mehr denn je Lust darauf, nach utopischen Ansätzen zu suchen. Denn Krisen sind nicht neu und auch der Versuch, sie zu bewältigen nicht. Gerade der Bereich Science Fiction bietet sich hervoragend an, um utopische Gedanken auszubreiten und auszuprobieren. „Was wäre wenn?“ bekommt hier einen Raum jenseits von Magie und Historie.

Der Buchclub ist offen für neue Leute, die Termine finden digital statt.
Bei Interesse bitte E-Mail an: info at nelolocke.d
e

Weiterlesen

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Neuerscheinung: Bite back!

Bite back! Queere Prekarität, Klasse und unteilbare Solidarität
Lia Becker, Katharina Pühl, Atlanta Ina Beyer (Hg.)

Queere und trans* Stimmen fehlen in aktuellen linken Diskussionen über Klasse und Identität, in Diskussionen um Intersektionalität kommt „Klasse“ oft zu kurz.
Bite back! greift genau da ein. Eines der ersten deutschsprachigen Bücher, das trans* marxistische Perspektiven aufgreift.

Der Aufstieg der Rechten und die Vielfachkrisen des Kapitalismus bedrohen queere und trans*Leben. Die Grenzen liberaler Identitätspolitik werden immer deutlicher. Steigende Mieten, prekäre Jobs und Altersarmut, Rassismus, Sexismus und Trans*feindlichkeit sind für viele queere Menschen Alltag. Es ist Zeit zurückzubeißen – und zwar gemeinsam!

Wie können wir Solidarität in der Differenz entwickeln? Das Buch versammelt Beiträge zu einem herrschaftskritischen Verständnis von queer und trans sowie zu intersektionalen Perspektiven auf Klasse.
Mit Beiträgen von Nađa Bobičić, Jutta Brambach, María do Mar Castro Varela, Yishay Garbasz, Kes Otter Lieffe, Inga Nüthen, Jennifer Ramme, Francis Seeck und Tarek Shukrallah.

Erscheinungstermin: 23.05.2024
Edition Assemblage

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Infos zum Vortrag über feministische Utopien

Am 11. April 2024 fand die Veranstaltung zu feministischen Utopien im Berliner Science Fiction Club Andymon statt.
Beim dem Vortrag lag der Fokus auf den drei Werken:
-> Charlotte Perkins-Gilman – Herland (1915, 1980 dt.)
-> Joanna Russ – The Female Man (1975) – Planet der Frauen (1977) – Der weibliche Mann (Neuübersetzung 2025)
-> Gerd Brantenberg – Die Töchter Egalias (1977, Manifest Verlag 2021)
Weitere Informationen zu diesen drei Büchern gibt es hier und eine ausführliche und ergänzende Liste mit Leseempfehlungen gibt es hier.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Feministische Utopien

Inspiriert durch das Theaterstück „Planet Egalia“ von Christiane Rösinger, möchte ich feministische Science Fiction Utopien lesen.
(Hier geht es direkt zum Buchclub)

Das Theaterstück basiert auf dem Buch „Töchter Egalias“ von Brantenberg. In diesem feministischen Klassiker von 1970 erzählt Brantenberg von einer Gesellschaft, in der die Geschlechterverhältnisse, wie wir sie kennen, auf den Kopf gestellt sind. Die Spiegelung lässt uns einen besonders deutlichen Blick auf die hiesigen Geschlechterrollen werfen. Und vorallem der Ausspruch „das war schon immer so“ klingelt hier in den Ohren.
Das Theaterstück wird leider aktuell nicht aufgeführt. Allerdings hat der WDR eine Hörspielversion zusammen geschnitten, die hier ist noch bis 5. August 2024 zu hören ist.

Rösinger bezieht sich aber noch auf weitere utopische Science Fiction Romane.
„Herland“ von Charlotte Perkins Gilman, „The female man“ von Joanna Russ und „The left hand of darkness“ von Ursula Le Guin.
Alle sind auch in deutscher Übersetzung erhältlich. – weiter hier –

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Iowa – Stefanie Sargnagel

Unterhaltsam geschrieben, liest sich schnell weg. Verstärkt meine Sehnsucht in den USA zu sein. Stefanie Sargnagel hat einen College Aufenthalt in Iowa angeboten bekommen, um dort einen Kurs im kreativen Schreiben zu unterrichten. Sie nimmt Christiane Rösinger mit, die auch noch ein Konzert beisteuert. Stefanie berichtet angenehm unterhaltsam über ihre Ankunft und das gemeinsame Entdecken ihrer Unterkunft in Iowa. Es ist vor allem schön von ihrer Freundinnenschaft zu lesen. Wer vorher noch nicht Christiane Rösinger Fan war, ist nun hoffentlich gebührend neugierig. Sargnagel schreibt unterdessen so schöne Sätze wie „Wochenlang war ich mir daraufhin nicht sicher, ob das ganze Projekt [ein Lehraufenthalt in Iowa] nicht an meiner Bürokratieinkompetenz scheitern würde. Wenn ich ein Formular sehe, schlafe ich sofort ein, eine körperliche Reaktion, für die ich nichts kann.“ Ich finde mich in der Begeisterung beim Erkunden wieder und genieße den Besuch zweiterhand in Orten an denen ich noch nicht war. Eintauchen ins Nachtleben, schlendern in Innenstädten und kleinen, seltsamen Läden.

Ab hier Spoiler:
********
********
Ich finde am Ende, wenn die Ma zu Besuch kommt und sie beide weiterreisen, springt die Geschichte sehr ins oberflächliche und nimmt an Tempo auf und ist dann plötzlich zu Ende. Das ist etwas holprig im Vergleich zum sanften Dahinplätschern des Anfangs. Ich bin sehr froh, dass die Beobachtungen über die grosse Obdachlosigkeit in Großstädten es mit ins Buch geschafft haben, weil das eines der zentralen Probleme der Gesellschaft in den USA ist. Insgesamt bin ich froh das Buch gelesen zu haben und kann es empfehlen. Für alle die dorthin verreisen wollen oder um in Erinnerungen zu schwelgen.

Link zum Verlag

Homepage der Autorin

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar